
Drei überdachte Fahrradstationen stehen in Oldenburg bereit, zwei davon direkt am Hauptbahnhof, und das Abstellen kostet zurzeit nichts. Trotzdem stehst du beim ersten Versuch vor verschlossener Tür. Die Stadt gibt die Anlagen nur noch mit einer Zugangskarte frei, und die bekommst du nicht am Automaten, sondern im Amtszimmer. Wer den Arbeitsweg aufs Rad umstellt, klärt diesen Punkt vor dem ersten Pendeltag, nicht danach.
Die Fahrradstationen Nord und Süd am Hauptbahnhof und die Station am Waffenplatz nehmen Räder kostenfrei, sicher und trocken auf. Alle drei sind unbewacht und rund um die Uhr nutzbar, aber eben nur mit Zugangskarte. Kostenfrei bleibt das Abstellen nach Angabe der Stadt so lange, bis eine neue Betreiberin oder ein neuer Betreiber mit eigenem Tarifsystem gefunden ist. Bis dahin betreut der Fachdienst Mobilität die Anlagen.
Die Karte selbst verlangt 20 Euro Kaution, ausschließlich in bar. Du sprichst sie vorher mit dem Fachdienst Mobilität ab und holst sie dann persönlich in der Industriestraße 1a ab, Zimmer 129. Die Ausgabe öffnet montags bis donnerstags von 9 bis 12 und von 13.30 bis 15.30 Uhr, freitags von 9 bis 12 Uhr. Eine Zusendung gibt es nicht.
Zwei Kleinigkeiten entscheiden darüber, ob du am Montagmorgen hineinkommst. Erstens gilt nur die neue, auf beiden Seiten vollständig weiße Karte; die alte mit der vierstelligen Nummer ist ungültig, du tauschst sie kostenfrei gegen eine neue. Zweitens übernimmt die Stadt keine Obhutspflichten: Bewachung und Verwahrung gehören nicht zum Abstellvertrag, und für Diebstahl oder Beschädigung durch andere haftet sie nicht. Dein Schloss bleibt Pflicht, auch hinter einer verschlossenen Tür.
Oldenburg führt fünf Straßenzüge als Fahrradstraßen: Haareneschstraße und Katharinenstraße, das Haarenufer, die Huntestraße zwischen Nikolausstraße und Stautorkreisel, den Quellenweg sowie die Achse FAST FLIN von der Ziegelhofstraße bis zur Wardenburgstraße. Dort gelten drei Regeln, die deinen Arbeitsweg spürbar verändern. Nebeneinanderfahren ist ausdrücklich erlaubt. Das Tempo geben die Fahrräder vor, höchstens 30 Stundenkilometer für alle Verkehrsteilnehmenden. Und der Radverkehr hat Vorrang.
Erkennbar sind diese Straßen am Verkehrszeichen und zusätzlich an Piktogrammen auf der Fahrbahn. Fehlt ein befestigter Seitenstreifen, kommt ein weißer Streifen dazu. Für die Streckenwahl heißt das: Eine Route, die zwei dieser Straßenzüge verbindet, bringt dich oft schneller ans Ziel als die kürzere Verbindung über eine Hauptstraße, weil du unterwegs seltener abbremst.
Ein großer Teil der Oldenburger Radwege ist nicht benutzungspflichtig. Die Stadt führt sie als sonstige Radwege: als Radweg erkennbar, aber ohne Schild. Du kannst sie nutzen, musst es aber nicht. Dasselbe gilt für Gehwege mit dem Zusatzzeichen „Fahrräder frei“. Wo kein benutzungspflichtiger Radweg liegt, hast du die Wahl, auf der Fahrbahn zu fahren, und bekommst dort meist die bessere Oberfläche.
Beim Überholen müssen Kraftfahrzeuge innerorts mindestens 1,5 Meter Abstand halten, außerorts mindestens zwei Meter. Auf Schutzstreifen gilt derselbe Abstand; Parken und Halten sind dort unzulässig. Eine Angabe spart auf dem Arbeitsweg die meisten Umwege: In Oldenburg sind mit einer Ausnahme alle Einbahnstraßen in Gegenrichtung für den Radverkehr freigegeben, gekennzeichnet durch ein Zusatzschild. Viele Sackgassen lassen Rad und Fuß durch.
Was nicht geht: über einen Gehweg mit dem Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ zügig durchrollen. Dort haben zu Fuß Gehende absoluten Vorrang, und dein Tempo richtet sich nach ihnen. Wer diese Abschnitte fest in den Zeitplan rechnet, kommt regelmäßig zu spät.
Im Winter verschiebt sich die Rechnung. Die überdachte Station am Bahnhof wird wertvoller, die Kartenausgabe dagegen unpraktischer, denn die Sprechzeiten enden freitags um 12 Uhr. Hol die Karte im Herbst und nicht im Januar. Welche Beleuchtung vorgeschrieben ist und warum geräumte und ungeräumte Wege im Winter auseinanderlaufen, steht im Beitrag zum Pendeln mit dem Rad im Winter.
Wer den Arbeitsweg am Wochenende verlängert, rollt über die Fahrradstraße Richtung Bad Zwischenahn aus der Stadt heraus. Dahinter liegt das Ammerland mit seinem beschilderten Knotenpunktnetz, dazu die in beide Richtungen ausgeschilderte Ammerland-Route. Am Seerundweg steht der Park der Gärten, vor dessen Eingang Radbügel und eine Ladestation fürs E-Bike warten.
Das Abstellen selbst ist derzeit kostenfrei. Bezahlt wird nur die Zugangskarte: 20 Euro Kaution, ausschließlich in bar. Diesen Zustand hält die Stadt aufrecht, bis eine neue Betreiberin oder ein neuer Betreiber mit eigenem Tarifsystem gefunden ist. Bis dahin betreut der Fachdienst Mobilität die drei Anlagen am Hauptbahnhof und am Waffenplatz.
Nach Absprache mit dem Fachdienst Mobilität holst du sie persönlich in der Industriestraße 1a ab, Zimmer 129. Die Ausgabe öffnet montags bis donnerstags von 9 bis 12 und von 13.30 bis 15.30 Uhr, freitags von 9 bis 12 Uhr. Eine Zusendung der Karten ist nicht möglich, du planst den Weg also ein.
Es gilt nur noch die neue, auf beiden Seiten vollständig weiße Karte. Die alte Karte mit der vierstelligen Nummer hat die Stadt außer Kraft gesetzt; du tauschst sie kostenfrei gegen eine neue. Den Tausch klärst du wie den Neuerwerb vorab mit dem Fachdienst Mobilität und holst die Karte dann vor Ort ab.
Nein. Bewachung und Verwahrung gehören nach Angabe der Stadt nicht zum Abstellvertrag, und für Schäden durch andere Nutzerinnen, Nutzer oder Dritte haftet sie nicht. Sichere dein Rad deshalb zusätzlich mit einem Schloss. Im Schadensfall zeigst du den Vorfall an, bevor du das Rad aus der Station entfernst.
In fast allen ja. Die Stadt gibt an, dass mit einer Ausnahme alle Einbahnstraßen in Gegenrichtung für den Radverkehr freigegeben sind; ein Zusatzschild weist darauf hin. Achte trotzdem an jeder Einfahrt auf die Beschilderung, denn die eine Ausnahme erkennst du nur am Schild und nicht an der Straße selbst.