
Fehn heißt Moor, das jemand trockengelegt hat. Im Ammerland stehen drei Belege dafür nebeneinander: Augustfehn mit einer Eisenhütte von 1856, Petersfehn mit 42 Kolonisten, die ab 1851 in 25 Häuser zogen, und der Elisabethfehnkanal mit seinen sechs Klappbrücken. Flach fährst du überall. Schwierig wird die Runde aus einem anderen Grund — zwei Ruhetage und ein Öffnungsbeginn am späten Nachmittag verschieben dir den Tagesplan.
Die Gemeinde Bad Zwischenahn führt Petersfehn als Moorkolonie, gegründet Mitte des 19. Jahrhunderts. 1851 standen dort 25 Häuser und eine erste Schule, 1853 zählte der Ort 208 Einwohner, 1925 waren es 354. Den Namen bekam er 1853 nach Großherzog Nikolaus Friedrich Peter; vorher hieß die Siedlung Moorkolonie Bloherfelde.
Ein Satz der Gemeinde erklärt, warum du dich hier schwer orientierst: In Petersfehn gibt es keine alten Flurnamen. Das vormalige Niemandsland wurde in Kolonate aufgeteilt, benannt über Parzellennummern und angrenzende Straßennamen. Wer nach dem klassischen Dorfkern sucht, sucht vergeblich — der Ort reiht sich an seinen Achsen auf, und er zerfällt in Petersfehn I und das jüngere Petersfehn II.
1856 gründeten Unternehmer in Augustfehn die Oldenburgische Eisenhütten-Gesellschaft. Wasserwege für den Transport und Torf als Brennstoff lagen vor der Tür — das war der ganze Grund für ein Eisenwerk mitten im Moor. Erhalten sind laut Apen Touristik das Kesselhaus mit Wasserturm, zwei Hallen und Teile der Mauer.
Heute gehört das Gelände privaten Eigentümern und wird gastronomisch und kulturell genutzt; im Turmzimmer werden Ehen geschlossen. Der Zugang zum Gebäude kostet nichts. Die Öffnungszeiten sind aber keine Museumszeiten: mittwochs bis freitags von 17 bis 22 Uhr, samstags und sonntags von 12 bis 22 Uhr, montags und dienstags geschlossen.
Rechne das auf eine Tagestour um. Startest du morgens und kommst mittags an der Stahlwerkstraße an, stehst du vor verschlossenen Türen — außer am Wochenende. Der Halt funktioniert als später Abschluss, nicht als Mittagspause.
Ohne Kanäle gäbe es keinen dieser Orte: Über sie kam der Torf heraus und die Ware herein. Der Elisabethfehnkanal trennt die Fehnorte deshalb nicht, er verbindet sie. Die Gemeinde Barßel, die den Schleusenbetriebsdienst stellt, nennt sechs Klappbrücken und vier handbetriebene Schleusen auf dem Kanal. Geschleust wird grundsätzlich nur mit Voranmeldung, Einzelschleusungen laufen zwischen 7.30 und 15.30 Uhr. Der veröffentlichte Zeitplan trägt den Stand März 2023 — hol dir die aktuellen Zeiten vor der Fahrt bei der Gemeinde.
Diese Zeiten regeln die Schifffahrt, nicht den Radverkehr. Für dich haben sie trotzdem eine Folge: Eine Klappbrücke steht offen, solange ein Boot durchgeht. Plane an den Übergängen ein paar Minuten ein, statt sie als feste Durchfahrt zu rechnen.
Apen Touristik weist vier Rundrouten durch die Gemeinde aus, dazu führen die Deutsche Fehnroute und die Historische Fahrradroute hindurch; im Ammerland insgesamt sind es fünfzehn Themenrouten. Rastplätze tragen Namen statt Nummern — Stahlwerk Augustfehn II, Hengstforde mit Stempelbox, Plaggenhütte Nordloh, Landschaftsfenster Tange.
Für E-Bikes stehen drei Ladepunkte bereit: am Rathausmarkt in der Hauptstraße 201, bei Möbel Eilers in der Aperbergerstraße 1 und am Freibad Hengstforde in der Hauptstraße 310. Am Rathausmarkt steht zusätzlich eine ADAC-Radservice-Station mit Werkzeug. Das ist der Punkt, an dem du eine Panne noch selbst löst, bevor die Runde ins Fehnland hinausführt und die nächste Werkstatt weit weg liegt.
Montags und dienstags fällt die Eisenhütte als Ziel aus, und unter der Woche öffnet sie erst um 17 Uhr. Ein Museum, das die Fehngeschichte erklärt, findest du dort nicht — das Gebäude ist Gaststätte und Veranstaltungsort. Und auf Höhenmeter brauchst du nicht zu hoffen: Was dich hier bremst, ist der Wind, nicht das Profil.
Die drei Orte lassen sich zu einer Runde verbinden. Augustfehn liefert den Wasserturm als Peilpunkt, Apen den Rathausmarkt mit Ladepunkt und Werkzeug, Petersfehn das Siedlungsmuster ohne Dorfkern. Wer weiter will, findet im Anschluss ab Bahnhof Oldenburg die Tarifregeln für die Rückfahrt mit dem Rad.
Mittwochs bis freitags von 17 bis 22 Uhr, samstags und sonntags von 12 bis 22 Uhr; montags und dienstags bleibt zu. Der Zugang zum Gebäude selbst kostet nichts. Weil es Gastronomiezeiten sind und keine Museumszeiten, scheitert eine Vormittagsrunde unter der Woche an der verschlossenen Tür.
Ein trockengelegtes Hochmoor, das Kolonisten über Kanäle erschlossen haben. Die Gemeinde Bad Zwischenahn beschreibt Petersfehn genau so: Moorkolonie ab Mitte des 19. Jahrhunderts, 1851 mit 25 Häusern begonnen. Die Häuser reihen sich an den Achsen auf, statt sich um einen Dorfkern zu gruppieren.
Das kann passieren. Die Gemeinde Barßel nennt sechs Klappbrücken und vier handbetriebene Schleusen; geschleust wird nur nach Voranmeldung, Einzelschleusungen zwischen 7.30 und 15.30 Uhr. Öffnet eine Brücke für ein Boot, stehst du kurz. Plane an den Übergängen also ein paar Minuten Puffer ein.
Apen Touristik nennt drei Ladepunkte in der Gemeinde: Rathausmarkt in der Hauptstraße 201, Möbel Eilers in der Aperbergerstraße 1 und das Freibad Hengstforde in der Hauptstraße 310. Am Rathausmarkt steht zusätzlich eine ADAC-Radservice-Station, an der du kleinere Reparaturen selbst erledigen kannst.
Vom Profil her gar nicht. Fehnland ist entwässertes Moor, die Wirtschaftswege verlaufen gerade und eben, Anstiege gibt es keine. Der Widerstand kommt vom Wind über der offenen Fläche, und der dreht im Tagesverlauf. Rechne deine Zeiten deshalb nach Windrichtung statt nach Höhenmetern, und lege die längste Gerade auf den Rückweg.