
Rund um den Bodensee treffen drei Länder, zwei deutsche Bundesländer und vier Landkreise aufeinander. Für dich heißt das: flaches Ufer, kurze Etappen und die Möglichkeit, jederzeit aufs Schiff zu wechseln. Sobald du dich vom Wasser entfernst, steigt das Gelände zügig an. Die Planung entscheidet sich deshalb weniger an Kilometern als an zwei Fragen — wo fährt das Rad mit, und wo darf es gar nicht fahren.
Der deutsche Anteil dieser Radregion umfasst den Landkreis Konstanz, den Bodenseekreis und den Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg sowie den bayerischen Landkreis Lindau. Das Ufer bleibt durchgehend flach, und die Orte liegen so dicht, dass du eine Etappe fast beliebig teilen kannst.
Das Hinterland verhält sich anders. Der Kreis Ravensburg reicht vom Seeufer bis an die Iller, und im Westallgäu steigt das Gelände auf Plateaus in 800 bis 1.000 Metern Höhe an. Wer dort hinauf will, tauscht eine Uferetappe gegen eine Auffahrt. Das ist keine Nebensache, sondern der Unterschied zwischen zwei völlig verschiedenen Tagen.
Die Marktgemeinde Scheidegg im Landkreis Lindau beschreibt ihre eigene Lage als Hochplateau über dem See und nennt dafür genau diese Höhenlage. Seit dem 1. Januar 1973 ist der Ort anerkannter Kneippkurort, seit dem 4. Dezember 1981 zusätzlich heilklimatischer Kurort. Für dich ist das weniger ein Prädikat als eine Ansage zum Höhenprofil.
Die Bodensee-Schiffsbetriebe verkaufen für das Rad eine Tageskarte zu acht Euro. Die internationale Fassung mit Schweizer Strecken kostet 12,20 Euro — beide Zahlen stehen im selben Tarifwerk und meinen verschiedene Produkte, also prüfe vor dem Kauf, welche Strecken du wirklich brauchst.
Dazu kommt eine Aktion, die eine Woche verschieben kann: Montags zwischen dem 3. April und dem 18. Oktober 2026 fährt das Rad kostenlos mit. Ausgenommen sind Feiertage und der Zeitraum vom 4. Juli bis zum 13. September 2026 — also gerade die Hochsaison. Wer im Hochsommer plant, rechnet mit dem vollen Tarif.
Ein Rückfallweg fällt dagegen ganz weg: Die Stadt Lindau hält fest, dass eine Mitnahme von Fahrrädern im Bus nicht gestattet ist. Eine Etappe, die nicht mehr aufgeht, rettet hier kein Linienbus.
Zwei Einschränkungen solltest du kennen, bevor du die Uferstrecke durchplanst. Die Stadt Friedrichshafen schreibt: „Die Uferstraße in Friedrichshafen ist für Radfahrer saisonal von April bis einschließlich September gesperrt. Von Oktober bis März darf hier mit dem Rad gefahren werden.“ Die Sperrung trifft damit genau die Reisemonate.
In Lindau gilt eine andere Regel: Nach Angabe der Stadt ist fast die ganze Insel Fußgängerzone. Du erreichst den Hafen, schiebst aber das letzte Stück. Der Ausbau der Uferroute läuft zudem in Abschnitten — die Stadt führt mehrere Fahrradstraßen weiterhin als geplant, mit einer Projektlaufzeit bis zum 31. Juli 2025 und ohne Fertigmeldung. Verlass dich deshalb auf die Beschilderung vor Ort, nicht auf eine Karte.
Gut ist die Lage dafür beim Abstellen. In Lindau vermietet die Stadt abschließbare Fahrradboxen im Parkhaus der Inselhalle für zwei Euro je 24 Stunden, dazu kommen zwei Fahrradgaragen aus Seecontainern mit je 22 Plätzen. Am Bahnhof Lindau-Reutin stehen 168 Plätze in Doppelstockanlagen. Wer das Rad einen Tag stehen lassen und zu Fuß weiter will, findet also mehr als einen offenen Bügel.
Am Wasser stehen die Lindauer Hafeneinfahrt, der Neue Leuchtturm und der Diebsturm, dazu der Ortskern von Wasserburg auf einer früheren Halbinsel. Das Zeppelin Museum in Friedrichshafen und das Hopfenmuseum in Tettnang liegen wenige Kilometer landeinwärts. Wie weit es nach oben geht, zeigt das Alpenfreibad Scheidegg im Westallgäu.
Am Wasser bleibt es durchgehend flach, und die Orte liegen dicht genug, um eine Etappe fast beliebig zu teilen. Sobald du dich vom Ufer entfernst, ändert sich das: Im Westallgäu erreichst du Plateaus in 800 bis 1.000 Metern Höhe. Eine Auffahrt ersetzt dann einen halben Ufertag.
Ja. Die Bodensee-Schiffsbetriebe verkaufen dafür eine Fahrradtageskarte zu acht Euro; die internationale Fassung mit Schweizer Strecken kostet 12,20 Euro. Beide Zahlen stehen im selben Tarifwerk und meinen unterschiedliche Geltungsbereiche. Prüfe vor dem Kauf, ob deine Etappe wirklich über die Schweizer Häfen führt.
Montags zwischen dem 3. April und dem 18. Oktober 2026 nimmt die Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH das Rad kostenlos mit. Zwei Ausnahmen gehören dazu: An Feiertagen gilt die Aktion nicht, und zwischen dem 4. Juli und dem 13. September 2026 ebenfalls nicht. Im Hochsommer rechnest du also mit dem vollen Tarif.
In Lindau nicht. Die Stadt hält ausdrücklich fest, dass eine Mitnahme von Fahrrädern im Bus nicht gestattet ist. Als Notlösung für eine zu lang geratene Etappe fällt der Linienbus damit aus. Plane stattdessen mit dem Schiff oder der Bahn und prüfe deren Radkapazität vor der Abfahrt.
Ja, zwei fallen ins Gewicht. Die Uferstraße in Friedrichshafen ist für Radfahrer von April bis einschließlich September gesperrt, von Oktober bis März freigegeben. In Lindau ist nach Angabe der Stadt fast die ganze Insel Fußgängerzone — dort schiebst du das letzte Stück bis zum Hafen.
Auf deutscher Seite sind es vier: Konstanz, Bodenseekreis und Ravensburg in Baden-Württemberg sowie Lindau in Bayern. Der Kreis Ravensburg reicht dabei weit ins württembergische Allgäu hinein, bis an die Iller. Wer dort fährt, verlässt die Uferregion und trifft auf spürbar mehr Höhenmeter.
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