
Radebeul liegt am Elberadweg, aber das, wofür der Ort bekannt ist, liegt oberhalb davon. Zwischen Fluss und Weinberg stehen 397 Stufen, ein Museum mit Montagsruhe und ein Aussichtsturm, der zwei Euro in Münzen verlangt. Wer den Tag danach plant, statt spontan abzubiegen, bekommt alle drei. Wer es nicht tut, sieht den Anger und fährt weiter.
Altkötzschenbroda heißt erst seit 1935 so. Der Dorfanger war im 17. Jahrhundert durch ein Schlachthaus geteilt, und sein westlicher Teil trug Mitte des 19. Jahrhunderts den Namen Hauptstraße. Die meisten erhaltenen Bauernhöfe und Nebengebäude stammen laut Stadt Radebeul aus dem 19. Jahrhundert.
Für dich am Rad heißt das: Der Anger ist gepflastert und schmal, und er ist als Aufenthaltsraum gebaut, nicht als Durchfahrt. Steig ab, statt dich zwischen Tischen hindurchzufädeln.
1990 wurde der Anger umgestaltet; seither reihen sich dort Gaststätten, Cafés, Galerien und Läden auf, darunter die Oberschänke und das Hotel Goldener Anker. 1999 kam die Stahlbrunnen-Skulptur mit dem Titel Gegen den Strom dazu. Die Stadt nennt die Nähe zum Elberadweg ausdrücklich — du stehst hier also nach wenigen Minuten Abzweig, nicht nach einer Etappe.
Das Weinbaumuseum Hoflößnitz am Knohllweg 37 öffnet dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Der letzte Einlass liegt um 17.15 Uhr — eine dreiviertel Stunde vor Schluss, nicht eine halbe. Der Eintritt kostet 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro; Kinder bis zwölf Jahre zahlen nichts.
Montags bleibt zu. Das trifft besonders, wer die Elbetappe am Wochenende beginnt und den Montag als Ruhetag mit Besichtigungen einplant — hier funktioniert das nicht. Verlege den Halt auf den Dienstag oder auf den Hinweg.
Auch der letzte Einlass verdient einen Blick auf die Uhr. Kommst du um 17.30 Uhr am Knohllweg an, stehst du vor einem Haus, das erst um 18 Uhr schließt und dich trotzdem nicht mehr hineinlässt. Rechne die Viertelstunde in deine Ankunftszeit ein, nicht in die Schlusszeit.
Für die Anfahrt macht das Museum einen Unterschied, den du mit Rad und Gepäck merkst. Vom S-Bahn-Halt Radebeul Weintraube führt der Weg über Weintraubenstraße, Roseggerstraße und Augustusweg bis zur Hoflößnitzstraße. Von der Straßenbahnhaltestelle Landesbühnen Sachsen dagegen geht es über Treppenstufen hinauf. Barrierefrei und ohne Stufen erreichst du das Gelände nur vom Parkplatz Knohllweg aus.
Die Spitzhaustreppe entstand zwischen 1747 und 1750 und wurde 1845/46 von Carl Moritz Haenel umgestaltet. Statt der ursprünglichen 365 Stufen besteht sie heute aus 397. Seit 2001 läuft dort der Internationale Spitzhaustreppenlauf — zu Fuß, und das ist der Punkt: Eine Treppe ist kein Anstieg, den du fährst. Dein Rad bleibt unten oder wird geschoben.
Oben steht das Spitzhaus von 1622, heute ein Restaurant in der Spitzhausstraße 36. Daneben erhebt sich der Bismarckturm, in der Saison täglich von 10 bis 18 Uhr zugänglich. Der Eintritt kostet 2 Euro pro Person und wird an einem Münzautomaten bezahlt. Das ist die praktische Einschränkung des Tages: Ohne Münzen im Gepäck stehst du vor dem Turm und kommst nicht hinauf.
Montags fällt die Hoflößnitz aus. Ohne Bargeld in Münzen fällt der Bismarckturm aus. Und die Spitzhaustreppe fällt als Aufstieg mit beladenem Rad ohnehin aus. Auch der Weg über die Straßenbahnhaltestelle Landesbühnen Sachsen führt über Stufen — mit Gepäck nimmst du besser die S-Bahn zur Weintraube.
Was dieser Artikel nicht liefert, sind Streckenlängen für die Anstiege zwischen Anger und Weinberg. Belastbare Angaben dazu nennt keine der Stadtquellen, und geschätzte Höhenmeter helfen dir bei der Planung nicht weiter.
Drei Punkte liegen übereinander statt nebeneinander: unten Altkötzschenbroda am Anger, auf halber Höhe die Hoflößnitz mit dem Weinbaumuseum, oben das Spitzhaus mit Bismarckturm. Welche Regeln in den Schlössern und Bergbahnen der Umgebung gelten, steht in den Radregeln fürs Sächsische Elbland.
Nein. Das Weinbaumuseum öffnet dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass ist 17.15 Uhr. Der Eintritt kostet 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Kinder bis zwölf Jahre kommen kostenfrei hinein. Wer den Montag als Besichtigungstag plant, verschiebt den Halt besser auf den Dienstag.
Heute sind es 397, ursprünglich waren es 365. Die Treppe entstand zwischen 1747 und 1750 und wurde 1845/46 von Carl Moritz Haenel umgestaltet. Seit 2001 findet dort ein Treppenlauf statt. Mit beladenem Rad ist der Aufstieg über die Stufen keine sinnvolle Möglichkeit.
Zwei Euro pro Person, und zwar an einem Münzautomaten. In der Saison ist der Turm täglich von 10 bis 18 Uhr zugänglich. Nimm passendes Hartgeld mit — eine Kartenzahlung nennt die Stadt Radebeul für diesen Zugang nicht, und ohne Münzen bleibt die Tür verschlossen.
Nimm die S-Bahn bis zur Station Radebeul Weintraube. Von dort führt der Weg über Weintraubenstraße, Roseggerstraße und Augustusweg zur Hoflößnitzstraße. Der Zugang von der Straßenbahnhaltestelle Landesbühnen Sachsen verläuft dagegen über Treppenstufen und taugt mit Gepäck nicht. Ohne Stufen erreichst du das Gelände nur vom Parkplatz Knohllweg aus.
Der Anger trägt diesen Namen seit 1935 und wurde 1990 umgestaltet. Die meisten Bauernhöfe stammen aus dem 19. Jahrhundert, dazu kommen Gaststätten, Cafés, Galerien und Läden. 1999 kam die Stahlbrunnen-Skulptur Gegen den Strom hinzu. Der Elberadweg verläuft in unmittelbarer Nähe.